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Zöliakie-Märchen

Hier sammeln wir lustige Geschichten Rund um die Zöliakie. Ist Euch was ähnliches passiert? Dann schickte es uns zu.


1. Das SenfMEHL-Märchen:

Am Ende eines langen Arbeitstages kam ich zufällig mit einem jungen Mann ins Gespräch, der sichtbar angenervt war über die Speisenauswahl bezüglich seiner Diät. Er musste wie ich glutenfrei essen und war mit dem Studieren der Zutatenliste beschäftigt. Mit der einfachen Frage "Kann ich Ihnen helfen?" kam ich schnell mit ihm ins Gespräch.

Er, seit 1 1/2 Zöliakie, hatte sich noch nicht so recht in die Diätregeln eingefunden und war erstaunt, auf WAS man alles achten sollte. Grundregeln waren ihm bekannt. Aber da er noch zu Hause wohnte und seine Mutter das Essen zubereitete, hatte er wohl die Verantwortung etwas abgegeben ;-))).

Eine Sache bedrückte ihn aber sehr: Er hatte seit seiner Diagnose Zöliakie keinen Senf mehr gegessen und sehnte sich nach dem Geschmack dieser wundervollen scharfen Note. Auf Nachfrage stellte sich heraus, dass seine Ernährungsberaterin zu ihm gesagt hat, das in Senf "Senfmehl" verwendet wird und man Mehl ja nicht essen dürfte. Wie bitte, was hatte ich da gerade gehört: Senfmehl darf man nicht essen, weil in der glutenfreien Ernährung verboten????? Das war mir nicht bekannt und ist eindeutig falsch! In der Tat steht in einigen Zutatenlisten für Senf "Senfmehl" aufgeführt, aber das ist doch kein glutenhaltiges Getreide. Senfmehl ist das zermahlene Senfsamen (weiß oder schwarz), welches bei der Herstellung von Senfprodukten eingesetzt wird. In der Tat sollte man auch die Zutatenliste von Senf auf glutenhaltige Zusätze überprüfen, aber Senfmehl darf man unbedenklich essen. Als er das hörte, strahlten seine Augen und er hat bestimmt nicht mehr lange auf den Genuss von Senf verzichtet.


2. Das Kartoffel-Märchen

 Es war ein schöner Sommerabend im Jahre 2008 und es zog mich und meinen Mann in eine Gastwirtschaft, die in meinem kürzlich erworbenen Schlemmerblock meine Aufmerksamkeit erregt hatte.In einem Dorf fern ab der Zivilisation wollte ich ein erholsames Abendessen am Ende eines anstrengend Arbeitstages genießen. Mein Mann und ich suchten uns den schönsten Tisch am Fenster im großen urigen Gastraum aus und ich freute mich schon auf die gut bürgerliche Karte.Der netten Kellnerin war Gott sei Dank der Begriff Zöliakie und Gluten sofort ein Begriff. Nein – sie habe es nicht selbst und habe auch kein betroffenes Familienmitglied – Nein – sie sei eine Krankenschwester und kenne sich aus beruflichen Gründen aus.Schöner konnte es doch nicht sein!!!! Allerdings wendete sich dann das Blatt bei meiner Bestellungsaufnahme.Fleisch sowie Soße und Salat versprach einen wahren Zöli-Himmel. Allerdings entbrannte dann eine feurige Diskussion, als mir die versierte Krankenschwester erklärte, dass ich doch die bestellten Kartoffeln gar nicht essen dürfe. Immerhin seien diese doch mehlig-kochend und somit NICHTS FÜR MICH (weil doch MEHL in ihnen enthalten sei)!Nach einem etwas länger dauernden Gespräch wurde mir dann berichtet, mit mir könne man ja gar nicht darüber diskutieren – ich sei ja nicht belehrbar und werde schon merken was passiert wenn ich die Kartoffeln wirklich essen sollte. Selbst mein Hinweis, dass es sich bei dem Mehl ja wohl um Kartoffelmehl/-stärke und nicht um ein Getreidemehl handele konnte SIE nicht überzeugen. Auch meine Bemerkung, ich sei nun schon 2 Jahre betroffen und in einem erfahrenen Verein (DZG) der mich stets über alles aufklären würde – wollte die NETTE Krankenschwester nichts wissen.Ich bin doch sehr froh, dass ich dieses Abendmahl ohne Bauchschmerzen o.ä. überstanden habe – wo ich doch mit voller Absicht Kartoffeln zu mir genommen habe!!!

3. Das Toast-Märchen

Als ich eines Tages in einen Toom Markt ging, um mir mal schnell etwas Brot zu kaufen, fragte ich direkt an der Information wo ich denn die  Abteilung mit den glutenfreien Produkten finde,  weil ich glutenfreies Brot kaufen wollte.

Daraufhin bekam ich von der freundlichen Dame doch glatt gesagt, daß ich doch gar kein spezielles Bot bräuchte. Ich müsste doch nur das normale Brot toasten und dann könnte ich es doch auch essen. Außerdem wüsste sie nicht ob sie so was überhaupt haben und wenn ja, wo es dann sein soll.

Ich fragte sie dann woher sie diese Erkenntnis denn hätte. Sie sagte, das hätte ihre Heilpraktiker so gesagt.

Meine Versuche sie von der Falschheit dieser Aussage zu überzeugen schlugen natürlich fehl und ich verließ das Feld etwas verwirrt und ohne Brot.













 

 

 
   

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